22. März 2019

Bayern Münchens Angstgegner
Ist Borussia Dortmund ein interessanter Dividendentitel?

von Alan Galecki

Ist Borussia Dortmund ein interessanter Dividendentitel?

Am 6. April 2019 steigt das Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga: Borussia Dortmund empfängt Rekordmeister Bayern München. Werden die 75.021 Zuschauer in der Allianz Arena eine Vorentscheidung im Meisterkampf erleben? Oder wird Borussia Dortmund zurückschlagen und den amtierenden Meister wieder überholen? Spannend wird es in jedem Fall.


Ganz so dramatisch steht es um die BVB-Aktie nicht

Am 28. Februar 2019 wurden die Geschäftszahlen der Borussia Dortmund GmbH & Co. KgaA (WKN: 549309) zum ersten Halbjahr 2018/19 veröffentlicht. Der Klub aus dem Pott erwirtschaftete in diesen sechs Monaten einen Umsatz von 256 Mio. Euro. Der Rückgang von rund 18 Prozent begründet das Management mit geringeren Transfererlösen. Transferbereinigt stieg der Umsatz um 38 Mio. bzw. 21,7 Prozent auf EUR 213,6 Mio. Euro. Das EBIT fiel auf 20,3 Mio. Euro.

Am 26. November 2018 bereits beschlossen die Aktionäre auf der Jahreshauptversammlung eine Jahresdividende in Höhe von 6 Cent je Aktie. Beim derzeitigen Aktienkurs von 8,05 Euro (Stand: 21. März 2019) entspricht dies einer Dividendenrendite von 0,7 Prozent.


Seit Oktober 2000 ist Borussia Dortmund bereits an der Börse gelistet

Größter Einzelaktionär ist heute die Evonik Industries AG mit 14,78 Prozent. Signal Iduna und Puma halten derzeit Anteile von 5,43 bzw. 5 Prozent. Der Verein Borussia Dortmund hält immerhin 5,53 Prozent und Unternehmer Bernd Geske 9,27 Prozent. Vor 7 Jahren besaß der Sportmarketing-Fachmann noch deutlich mehr als 11 Prozent der BVB-Aktien.

Noch vor seiner Zeit, in den Jahren 2004 bis 2006, hatte Hedge-Fonds-Manager Florian Homm für Furore im und außerhalb des Klubs gesorgt. 2004 lag der Verlust des BVB bei 75 Millionen Euro, bei einem Konzernumsatz von nur 97 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten lagen bei 118 Millionen Euro. Damals wäre die Sanierung des BVB fast gescheitert, da Homm nach seinem Engagement circa weitere 20 Millionen Euro an Verbindlichkeiten entdeckte, die in der Bilanz nicht aufgeführt waren. Diese „vergessenen“ Schulden hätten ihm dann später nahezu die Deals mit den Gläubigern verhagelt. Der BVB wäre damals beinahe pleitegegangen.


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Die Zeiten müssen nicht immer eine solche Achterbahnfahrt sein

Kleinigkeiten genügen schon in dieser Branche: Es muss sich nur ein einzelner Leistungsträger verletzen oder ein wichtiges Spiel verloren gehen, um die Aktie auf Talfahrt zu schicken. Darauf können wir Value-Investoren kein langfristiges Investment aufbauen. Aus unserer Sicht ist Borussia Dortmund – auch als Dividendentitel – ein unkalkulierbares Risiko. Als Anleger halten wir die Finger weg vom Fußball.

Doch wir finden, auch in der aktuellen Phase, viele Möglichkeiten, die weitaus besser geeignet sind. Die von uns empfohlenen Dividendentitel finden Sie in Der Privatinvestor DividendenKönige – als Abonnent zusätzlich im Kundenbereich. Die Zugangsdaten schicken wir Ihnen gerne zu.

Auf gute Investments,

Ihr

Alan Galecki

Analyst im Team von Max Otte


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Voll in Fahrt mit Dividendentiteln!

Dividenden sind mehr als nur eine schöne Sache und nicht zu unterschätzen, wenn Sie in Aktien investieren.

Die Zinsen auf Festgeldkonten, Sparbüchern und Co. sind längst nahe ihrem Nullpunkt angekommen. Teilweise verhageln sogar schon Negativzinsen eine Rendite auf Geldvermögen gänzlich. Aktien hingegen bieten interessante Dividenden von 5 Prozent oder mehr. Handelt es sich dann noch um Aktien von Unternehmen, die eine starke Marktstellung oder andere dauerhafte Wettbewerbsvorteile aufweisen, sind die Voraussetzungen gut, dass Sie mit diesen Investments viele Jahre Freude haben werden.

Generell nehmen Dividenden seit einiger Zeit richtig Fahrt auf. Allein die 30 DAX-Konzerne überwiesen ihren Aktionären im letzten Jahr knapp 32 Mrd. EUR. Den Quants brachte die Dividendenausschüttung 2017 bei BMW satte 1,07 Mrd. EUR ein!


Und nicht nur die großen Tanker schütten kräftig aus.

Auch kleinere Unternehmen belohnen ihre Aktionäre. Oftmals lassen sich vor allem mit scheinbar „langweiligen“ Geschäftsmodellen langfristig sehr attraktive Dividenden einfahren. Deren Ausschüttungen sind häufg sicherer und stetiger als die bei neumodischen Tech-Werten aus dem Silicon Valley.

Dividenden sind gerade für Börsenneulinge wichtig, weil einfach und verständlich: eine regelmäßige Ausschüttung, die viele Anfänger mit dem Zinsertrag einer Anlage bei der Bank vergleichen. Aber gerade besonders hohe Dividenden sind oft irreführend. Denn Renditen von sechs, sieben oder acht Prozent ergeben sich meist nur dann, wenn der Aktienkurs zuvor stark eingebrochen ist - in der Regel, weil das Unternehmen in Schwierigkeiten steckt.


Meiden Sie die Dividenden-ETFs!

Die Finanzbranche hat das steigende Interesse an Dividenden-Aktien bereits aufgegriffen und geschickt mit dem anderen Trend der Indexfonds (ETF) kombiniert. ETFs bilden die Wertentwicklung eines Aktienindex 1:1 ab.

In den Marketingabteilungen der Fondsgesellschaften hat man wohl so kalkuliert: Wenn ETF und Dividende schon für sich genommen die Anleger bewegen, wie gut fürs Geschäft wären da erst Dividenden-ETF. Solche ETF werden derzeit häufig aufgelegt. Im April 2018 hat allein die Fondsgesellschaft DWS gleich drei neue Dividenden-ETF vorgestellt


Wie so oft: Gutes Geschäft für die Finanzbranche, wenig Rendite für Anleger

Die Quirin Privatbank hat geprüft, was die Dividenden-ETFs in der Praxis wirklich taugen. Die Bank hat dazu die Wertentwicklung häufig genutzter Dividendenbarometer mit der Wertentwicklung bekannter Aktienindizes verglichen. Dem bekanntesten deutschen Aktienindex DAX beispielsweise hat man den Div-Dax gegenübergestellt, zu dem 15 Dax-Konzerne gehören, die Dividenden zahlen. Und das Weltaktienbarometer MSCI World, das die Wertentwicklung der wichtigsten Aktien aus 23 Industrieländern abbildet, musste sich mit dem dazugehörigen Dividendenindex, dem MSCI World High Dividend, messen. Dem Vergleich liegt ein langer Zeitraum zugrunde: Die Experten haben die Wertentwicklung der vergangenen zehn Jahre betrachtet.

Das Ergebnis der Untersuchung fällt verheerend aus für alle Anleger, die ihr Geld in Dividenden-ETFs investieren. Nahezu in jeder Kategorie schneiden die bekannten Aktienbarometer besser ab als ihre Dividenden-Pendants.


Setzen Sie auf Einzelatkien!

Man kann ganz ohne ETFs sehr viel besser auf hohe Dividenden abzielen, so wie mit der Strategie „Dogs of the Dow“, bei der Anleger regelmäßig die Aktien mit der höchsten Rendite kaufen und darauf hoffen, dass das Unternehmen die Kurve bekommt, die Dividende bezahlen kann und der Kurs stark steigt. Aber es gibt auch eine Alternative...

Selbst, wenn die Börsenkurse zwischenzeitlich auch einmal Rücksetzer haben sollten: Es gibt viele Top-Unternehmen, die nicht nur seit Jahrzehnten sehr zuverlässig Dividenden ausschütten, sondern diese auch  regelmäßig erhöhen. Erhöhen Unternehmen mindestens 25 mal in Folge ihre Dividende, bezeichnet man sie als...


Dividenden-Aristokraten

So bezeichnen Börsianer Aktien mit Dividendenkonstanz, Unternehmen, die Jahr für Jahr die Dividendensumme steigern. Anleger, die nur Aktien kauften, welche die längste Anzahl von Jahren ununterbrochen ihre Ausschüttungen steigern konnten, fuhren sehr gut mit dieser einfachen Aktienauswahl. Untersuchungen zeigen, dass die Strategie der Dividend Aristocrats in der Vergangenheit eine deutlich Outperformance generierte. Langfristige Renditen von zwölf Prozent und mehr waren möglich.

Der entsprechende Aktienindex „Dividend Aristocrats“, der stets in die Aktien des US-Index S&P 500 investiert, die mindestens 25 Jahre lang ihre Dividenden jedes Jahr erhöht haben, lieferte in den vergangenen Jahren über elf Prozent pro Jahr (mit Dividenden), schlug damit den S&P deutlich (rund neun Prozent pro Jahr) und das bei weitaus geringeren zwischenzeitlichen Kurseinbrüchen.

Das Erfolgsrezept: Dividenden-Aristokraten haben meist ein sehr stabiles Geschäftsmodell, sind in zumindest moderat wachsenden Märkten unterwegs und das Management handelt einigermaßen im Sinne der Aktionäre, und zwar langfristig. Klingt einfach - aber oft sind es die einfachen Dinge, die an der Börse langfristig funktionieren.

In Der Privatinvestor DividendenKönige präsentieren wir Ihnen sorgfältig analysierte Aktientitel, bei denen Ihnen mit hoher Sicherheit auch in den nächsten Jahren sehr attraktive Dividenden winken werden.


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