4. Juli 2019

Die Aktie Microsoft

Wie Satya Nadella den IT-Tanker wieder ins richtige Fahrwasser lenkte

von Prof. Dr. Max Otte

Die Aktie Microsoft: Wie Satya Nadella den IT-Tanker wieder ins richtige Fahrwasser lenkte

Seit rund 35 Jahren gehört Microsoft zu den Big Playern der digitalen Kolonisierung der alten Welt. In den 1990ern war es sogar das wertvollste Unternehmen der Welt. In den Nuller Jahren wurde es ruhiger um den Konzern aus Seattle. Apple verdrängte Microsoft, der neue Digital-Gott hieß Steve Jobs und nicht mehr Bill Gates.

Doch der Wind hat sich mittlerweile wieder gedreht: Microsoft drängt zurück an die Spitze. Und dies liegt vor allem an CEO Satya Nadella, der die Geschicke des Konzerns seit 2014 leitet.



Microsoft lieferte gute Zahlen in den letzten Jahren

2013

2014

2015

2016

2017

2018

Umsatz
in Mio. USD

77.849

86.833

93.580

91.154

96.571

110.360

Gewinn
in Mio. USD

21.863

22.074

12.193

20.539

25.489

16.571

Operativer Cashflow
in %

28.833

32.502

29.668

33.325

39.507

43.884

Dividende pro Aktie
in USD

0,92

1,12

1,24

1,44

1,56

1,68

Eigenkapitalrendite
in %

30,09

26,17

14,36

25,17

29,85

19,45

Free Cashflow-Marge
in %

31,57

31,11

25,35

27,41

32,49

29,22

Gesamtkapitalrendite
in %

16,58

14,02

7,03

10,89

11,25

6,51

Mit Nadella an der Spitze hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt


Die Aktie Microsoft: Wie Satya Nadella den IT-Tanker wieder ins richtige Fahrwasser lenkte

Weiße Linie: Kursverlauf; Orangene Linie: Kurs inkl. Dividenden (Total Return)

Quelle: Bloomberg



Nur wenige Biographien erfassen die Realitäten eines weltumspannenden Lebens besser als Nadellas. Von einem Jugendlichen, der in den 1980er Jahren in Indien von einer Karriere als Cricket-Star träumte, bis hin zu seinem kometenhaften Aufstieg durch die Reihen von Microsoft, ist Nadellas Geschichte das Porträt eines faszinierenden Menschen. In diesem Artikel möchte ich Ihnen Nadellas Biographie näherbringen und Ihnen zeigen, was er konkret für den neuen Erfolg von Microsoft unternommen hat.

Nadella wurde 1967 in Hyderabad, Indien, geboren. Sein Vater war ein Beamter, seine Mutter eine Gelehrte des Sanskrit, der alten Sprache vieler religiöser Texte des Landes. Als kleiner Junge war Nadella jedoch nicht an Politik oder Religion interessiert. Was ihn wirklich interessierte, war Cricket, aber seine Eltern hatten andere Ideen für ihn. Tatsächlich hängte sein Vater sogar ein Poster von Karl Marx im Zimmer seines Sohnes auf, in der Hoffnung, ihn zu inspirieren, ein großer Ökonom und Intellektueller zu werden. Seine Mutter antwortete mit einem Plakat der indischen Göttin des Glücks und des Wohlstands.



Doch Nadellas „Liebesbeziehung“ zum Cricket wurde allmählich zu einer Quelle echter elterlicher Sorge. Was, fragten sich seine Eltern, würde er tun, wenn sein Traum, ein professioneller Cricket-Spieler zu werden, zu nichts führen würde? Sein Vater sagte ihm eines Tages, er müsse aus Hyderabad wegziehen. „Sonst ruinierst du dich selbst.“ Das hat Nadella zum Nachdenken gebracht. Mit 18 Jahren staubte er seinen alten Sinclair ZX Spectrum Computer ab – ein Geschenk, das ihm sein Vater drei Jahre zuvor gemacht hatte.

Nun wandte er sich zunehmend der Technik, der Software und dem großen Potenzial des Computers zu. Er schrieb sich am Manipal Institute of Technology ein, um Elektrotechnik zu studieren, und schloss sein Studium 1988 ab. Damals endete auch sein jugendlicher Traum endlich, Cricket eines Tages professionell zu spielen.

Die Aktie Microsoft: Wie Satya Nadella den IT-Tanker wieder ins richtige Fahrwasser lenkte


Neue Perspektiven in den Ebenen von Wisconsin

Nach Abschluss dieses Studiums bot ihm die University of Wisconsin-Milwaukee einen Platz im Informatikprogramm an, den er gerne annahm. Nachdem er sich hier eingelebt hatte, interessierte sich Nadella mehr und mehr für die theoretische Informatik. Die Frage, die ihn beschäftigte, war, die Grenzen dessen herauszufinden, was Computer können. In seiner Dissertation betrachtete er einen Aspekt der Theorie der rechnerischen Komplexität namens Graph Coloring – ein Bereich der Informatik, der sich mit der Zuweisung von Labels an Graphen innerhalb bestimmter Parameter beschäftigt. Bei der Einfärbung von Graphen geht es darum, die minimale Anzahl von Farben herauszufinden, die im jeweiligen Szenario notwendig sind. Nadella war besessen davon, diese Art von Problemen schnell und effektiv zu lösen.

Nadella hat Führung Schritt für Schritt gelernt und perfektioniert

Nadella betrat im Herbst 1992 erstmals den Campus von Microsoft in Redmond. Die Arbeiten an Windows 95, dem damals größten Produktvorhaben der Verbrauchertechnologie, waren in vollem Gange. Bill Gates war der breiten Öffentlichkeit noch relativ unbekannt, aber es war klar, dass etwas Großes passieren würde. Nadella kam gerade rechtzeitig, um zu sehen, wie das Projekt seine ersten Früchte trug.

Nadella wurde für die Arbeit am Betriebssystem Windows NT rekrutiert. Seine Aufgabe war es, das Land zu bereisen und Geschäftskunden zu überzeugen, auf Windows NT umzusteigen. Während er sich über die Aussicht freute, das neue System auf den Weg zu bringen, hatte Nadella auch andere Pläne. Seine Chance kam, als ihm ein Platz im MBA-Programm der University of Chicago angeboten wurde. Aber es gab einen Haken: Die Aktie Microsoft: Wie Satya Nadella den IT-Tanker wieder ins richtige Fahrwasser lenkte Nadella wollte seine Position bei Microsoft nicht gefährden. So hielt er seine Einschreibung geheim, arbeitete eine regelmäßige Fünftagewoche in Redmond und flog jedes Wochenende nach Chicago.

Sein Glücksspiel zahlte sich aus. In seinem Buch „Hit Refresh“ beschreibt Nadella diese beiden Jahre als unglaublich prägend.

Er war nicht nur intensiv an der Einführung eines neuen Betriebssystems beteiligt, sondern hatte auch seine Strategie und Führungsqualitäten verfeinert. Was er im Laufe des MBA lernte, legte den Grundstein für seinen rasanten Aufstieg durch die Reihen von Microsoft. 1994 hatte Nadella seinen MBA erfolgreich abgeschlossen und erhielt sein erstes Managementprojekt: die Entwicklung des „Tiger Server“, eines revolutionären Video-on-Demand-Services. Mehr als ein Jahrzehnt vor dem Start von Netflix entwickelte Microsoft bereits die Technologie, die solche Dienste möglich machen würde.

In dieser Zeit erhielt er auch einen von Steve Ballmers berühmten High Fives: ein weiteres vielversprechendes Zeichen. Die Aufmerksamkeit von Ballmer, der später im Jahr 2000 zum zweiten CEO der Microsoft-Geschichte wurde, deutet darauf hin, dass Nadella noch eine große Zukunft im Unternehmen bevorstand.

Nadella schuf ein Umfeld des Vertrauens in seinem Team

Im Januar 2011 bat Steve Ballmer Nadella, die Leitung des neuen Cloud-Technologie-Projekts „Server and Tools Business“ zu übernehmen. Die Cloud-Technologie war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Milliardengeschäft, aber das größte Stück des Kuchens war von Amazon verschlungen worden. Nadellas sollte Microsoft in die Pole Position bringen.


Die Aktie Microsoft: Wie Satya Nadella den IT-Tanker wieder ins richtige Fahrwasser lenkte


Es war ein sehr ehrgeiziges Projekt, das exzellente Managementfähigkeiten erforderte. Nadellas Aufgabe war es, die Produkte und Technologien von Microsoft zu optimieren, um eine Lösung für Menschen zu schaffen, die sowohl einen privaten lokalen Server als auch eine öffentlich zugängliche Cloud benötigen.

Als Projektleiter war es seine Priorität, ein Gefühl des Vertrauens und des Zusammenhalts in seinem Team aufzubauen. Diese Dinge fehlten sehr, als Nadella die Leitung übernahm. Jeder Verantwortungsträger war vom nächsten isoliert, und die Kommunikation zwischen ihnen war schwierig. Nadella begann damit, sich mit jedem von ihnen zusammenzusetzen und sie zu bitten, über ihre Anliegen und Probleme zu sprechen. Dieser einfache Akt legte den Grundstein für eine viel offenere und vertrauensvollere Arbeitsatmosphäre. Die Ergebnisse des Ansatzes von Nadella sprachen für sich. Innerhalb von sechs Jahren war die Cloud-Technologie von Microsoft erstaunliche 20 Milliarden Dollar wert.

Ein einfühlsamer Anführer

Nadellas Sohn Zain wurde im August 1996 geboren. Die Vaterschaft hat Nadella eine unschätzbare Lektion erteilt: Einige der Probleme des Lebens haben keine einfache Lösung. Zain litt unter einem Mangel an Sauerstoff im Mutterleib, der ihn lebenslang mit Behinderungen zurückließ. Nach seiner Geburt erlebten Nadella und seine Frau Anu viele ängstliche Besuche auf der Intensivstation, unzählige Operationen und endlose schlaflose Nächte. Es war eine harte Zeit, aber es hinterließ Nadella eine größere Wertschätzung für die Kostbarkeit des Lebens.

Bei seiner ersten jährlichen Rede als CEO von Microsoft sprach Nadella über Zain und seine beiden anderen Kinder. Er erzählte seinem Publikum, wie viel er gelernt hatte, während er versuchte, ihren unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden, und wie die Vaterschaft ihn einfühlsamer gemacht hatte – eine Eigenschaft, die auch seine Herangehensweise an das Geschäft veränderte.

Am 4. Februar 2014 folgte Nadella den Fußstapfen von Bill Gates und Steve Ballmer, um der dritte CEO von Microsoft zu werden. Doch Microsoft war damals nicht mehr so innovativ wie in der Vergangenheit. Die Menschen tauschten ihre PCs gegen Smartphones, und die Betriebssysteme Android und iOS verdrängten Microsoft allmählich aus dem Markt. Die Stimmung innerhalb des Unternehmens war nicht gut.

Eine Mehrheit der Mitarbeiter gab in der jährlichen Befragung an, dass Microsoft in die falsche Richtung gehe und die Innovationsfähigkeit des Unternehmens leide.

Wie ist Nadella an die gewaltige Aufgabe herangegangen, Microsoft wieder in seine alte Position zu bringen? Wie bei seiner ersten Führungsaufgabe, der Überwachung des Cloud-Projekts des Unternehmens, betonte er das Gefühl der Einheit: Am 10. Juli 2016 schickte Nadella jedem Mitarbeiter eine E-Mail mit seinem Manifest für die Zukunft von Microsoft.

In dieser Botschaft schrieb er: „Wir alle müssen verstehen und annehmen, was nur Microsoft zur Welt beitragen kann und wie wir die Welt wieder verändern können“. Der Weg, das zu tun, argumentierte er, sei die Anpassung. Das bedeutete, die Nostalgie für die alten Zeiten, in denen der PC-Markt boomte, aufzugeben und die aktuellen Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen, vor allem ihre Schwierigkeiten, das wachsende Meer von Apps, sozialen Netzwerken und Geräten zu verwalten. Dazu musste Microsoft lernen, auf seine Kunden zu hören, erkannte Nadella. In der Hoffnung, diesen Prozess zu beschleunigen, organisierte er Kundenbesuche während der jährlichen Retreats des Unternehmens. Dutzende von verschiedenen Teams trafen sich mit Schülern, Studenten, Lehrern, Administratoren und Managern aus Schulen, Universitäten, Krankenhäusern und Unternehmen. Microsoft erkannte wieder die echten Probleme, die ihren Kunden zu Schaffen machten.

Produktiver Umgang mit Rivalen

Nadella plädiert als CEO auch für die Zusammenarbeit mit den Konkurrenten. Nadella bot Apple die Friedenspfeife erstmals an, kurz nachdem er 2014 seine Tätigkeit als CEO aufgenommen hatte. Bei einer jährlichen Salesforce-Marketingveranstaltung zog Nadella ein iPhone aus der Tasche und begann, über seine einzigartigen Funktionen zu sprechen. Das Publikum war fassungslos. Es war das erste Mal, dass ein Microsoft-CEO ein Apple-Produkt auf diese Weise präsentierte.

Doch warum?

Nadella zeigte auf seinem iPhone Microsoft-Software, die unter Apples Betriebssystem iOS ausgeführt wurde. Die Kombination der beiden, so Nadella, würde große Synergien schaffen. Die Benutzer konnten ihre Telefone und ihre bevorzugten Microsoft-Programme wie Outlook, Skype und Word sowie eine Vielzahl neuer Apps wie OneNote und OneDrive behalten.



Auf gutem Weg

Microsofts Führungsetage hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht. Die Identifikation mit dem Unternehmen stimmt, denn die Schlüsselpositionen im Executive Board werden so gut wie nur von Personen besetzt, die schon zuvor seit Jahren für Microsoft tätig waren und sich hier intern hochgearbeitet haben. Das beste Beispiel ist CEO Nadella selbst.



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Quelle: Bloomberg



Bei unserer Königsanalyse können sich die Punkte in den Management-Kategorien sehen lassen. Das Unternehmen ist dank Satya Nadella auf einem sehr guten Weg und auch als Dividendentitel durchaus interessant.



Auf gute Investments,

Ihr

Max Otte


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Voll in Fahrt mit Dividendentiteln!

Dividenden sind mehr als nur eine schöne Sache und nicht zu unterschätzen, wenn Sie in Aktien investieren.

Die Zinsen auf Festgeldkonten, Sparbüchern und Co. sind längst nahe ihrem Nullpunkt angekommen. Teilweise verhageln sogar schon Negativzinsen eine Rendite auf Geldvermögen gänzlich. Aktien hingegen bieten interessante Dividenden von 5 Prozent oder mehr. Handelt es sich dann noch um Aktien von Unternehmen, die eine starke Marktstellung oder andere dauerhafte Wettbewerbsvorteile aufweisen, sind die Voraussetzungen gut, dass Sie mit diesen Investments viele Jahre Freude haben werden.

Generell nehmen Dividenden seit einiger Zeit richtig Fahrt auf. Allein die 30 DAX-Konzerne überwiesen ihren Aktionären im letzten Jahr knapp 32 Mrd. EUR. Den Quants brachte die Dividendenausschüttung 2017 bei BMW satte 1,07 Mrd. EUR ein!


Und nicht nur die großen Tanker schütten kräftig aus.

Auch kleinere Unternehmen belohnen ihre Aktionäre. Oftmals lassen sich vor allem mit scheinbar „langweiligen“ Geschäftsmodellen langfristig sehr attraktive Dividenden einfahren. Deren Ausschüttungen sind häufg sicherer und stetiger als die bei neumodischen Tech-Werten aus dem Silicon Valley.


Die Aktie Microsoft: Wie Satya Nadella den IT-Tanker wieder ins richtige Fahrwasser lenkte


Dividenden sind gerade für Börsenneulinge wichtig, weil einfach und verständlich: eine regelmäßige Ausschüttung, die viele Anfänger mit dem Zinsertrag einer Anlage bei der Bank vergleichen. Aber gerade besonders hohe Dividenden sind oft irreführend. Denn Renditen von sechs, sieben oder acht Prozent ergeben sich meist nur dann, wenn der Aktienkurs zuvor stark eingebrochen ist - in der Regel, weil das Unternehmen in Schwierigkeiten steckt.


Meiden Sie die Dividenden-ETFs!

Die Finanzbranche hat das steigende Interesse an Dividenden-Aktien bereits aufgegriffen und geschickt mit dem anderen Trend der Indexfonds (ETF) kombiniert. ETFs bilden die Wertentwicklung eines Aktienindex 1:1 ab.

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In den Marketingabteilungen der Fondsgesellschaften hat man wohl so kalkuliert: Wenn ETF und Dividende schon für sich genommen die Anleger bewegen, wie gut fürs Geschäft wären da erst Dividenden-ETF. Solche ETF werden derzeit häufig aufgelegt. Im April 2018 hat allein die Fondsgesellschaft DWS gleich drei neue Dividenden-ETF vorgestellt


Wie so oft: Gutes Geschäft für die Finanzbranche, wenig Rendite für Anleger

Die Quirin Privatbank hat geprüft, was die Dividenden-ETFs in der Praxis wirklich taugen. Die Bank hat dazu die Wertentwicklung häufig genutzter Dividendenbarometer mit der Wertentwicklung bekannter Aktienindizes verglichen. Dem bekanntesten deutschen Aktienindex DAX beispielsweise hat man den Div-Dax gegenübergestellt, zu dem 15 Dax-Konzerne gehören, die Dividenden zahlen. Und das Weltaktienbarometer MSCI World, das die Wertentwicklung der wichtigsten Aktien aus 23 Industrieländern abbildet, musste sich mit dem dazugehörigen Dividendenindex, dem MSCI World High Dividend, messen. Dem Vergleich liegt ein langer Zeitraum zugrunde: Die Experten haben die Wertentwicklung der vergangenen zehn Jahre betrachtet.

Das Ergebnis der Untersuchung fällt verheerend aus für alle Anleger, die ihr Geld in Dividenden-ETFs investieren. Nahezu in jeder Kategorie schneiden die bekannten Aktienbarometer besser ab als ihre Dividenden-Pendants.


Setzen Sie auf Einzelatkien!

Man kann ganz ohne ETFs sehr viel besser auf hohe Dividenden abzielen, so wie mit der Strategie „Dogs of the Dow“, bei der Anleger regelmäßig die Aktien mit der höchsten Rendite kaufen und darauf hoffen, dass das Unternehmen die Kurve bekommt, die Dividende bezahlen kann und der Kurs stark steigt. Aber es gibt auch eine Alternative...

Selbst, wenn die Börsenkurse zwischenzeitlich auch einmal Rücksetzer haben sollten: Es gibt viele Top-Unternehmen, die nicht nur seit Jahrzehnten sehr zuverlässig Dividenden ausschütten, sondern diese auch  regelmäßig erhöhen. Erhöhen Unternehmen mindestens 25 mal in Folge ihre Dividende, bezeichnet man sie als...


Dividenden-Aristokraten

So bezeichnen Börsianer Aktien mit Dividendenkonstanz, Unternehmen, die Jahr für Jahr die Dividendensumme steigern. Anleger, die nur Aktien kauften, welche die längste Anzahl von Jahren ununterbrochen ihre Ausschüttungen steigern konnten, fuhren sehr gut mit dieser einfachen Aktienauswahl. Untersuchungen zeigen, dass die Strategie der Dividend Aristocrats in der Vergangenheit eine deutlich Outperformance generierte. Langfristige Renditen von zwölf Prozent und mehr waren möglich.


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Der entsprechende Aktienindex „Dividend Aristocrats“, der stets in die Aktien des US-Index S&P 500 investiert, die mindestens 25 Jahre lang ihre Dividenden jedes Jahr erhöht haben, lieferte in den vergangenen Jahren über elf Prozent pro Jahr (mit Dividenden), schlug damit den S&P deutlich (rund neun Prozent pro Jahr) und das bei weitaus geringeren zwischenzeitlichen Kurseinbrüchen.

Das Erfolgsrezept: Dividenden-Aristokraten haben meist ein sehr stabiles Geschäftsmodell, sind in zumindest moderat wachsenden Märkten unterwegs und das Management handelt einigermaßen im Sinne der Aktionäre, und zwar langfristig. Klingt einfach - aber oft sind es die einfachen Dinge, die an der Börse langfristig funktionieren.

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